Archiv der Kategorie: Kunst, Kultur, Kreativität

Abschlussgedanke

Diese drei Artikel sollten in folgender Reihenfolge gelesen werden

Kunst
Kultur
Kreativität

da die einzelnen Artikel in gewisser Weise aufeinander aufbauen.

Das Folgende vielleicht erst nach den drei Artikeln lesen!

 

Aus den Buchstaben „kunst“ kann nur ein weiteres Wort gebildet werden „stunk“.

(K)unst
(U)nternimmt
(N)eue
(S)ituation
(T)ransformationen

Kunst ist nicht wählbar, sondern entsteht.
Kultur ist Ausgewähltes, somit gemacht.

Kunst kann nicht bewertet werden und ist meinungsfrei.
Kultur lebt durch Bewertung und wird von Meinung bestimmt.

Kunst ist ein natürlicher Akt.
Kultur ist ein unnatürlicher Akt.

Kreativität ist der Denkprozess, der Kultur entstehen lässt.
Kreativität kann der Auslöser für Kunst sein.

Kreativität lebt von Gedanken.
Kunst ist gedankenloser Fluss.
Kreativ ist kein Synonym für Kunst!

Einen Pinsel nehmen und einen Strich nach dem anderen auf die Leinwand bringen. Es entsteht etwas, was vielleicht wie ein Gesicht oder ein Haus aussieht, oder ganz anders, ein Gesicht in Form eines Hauses.

Einen Pinsel nehmen und ein Haus malen wollen. Die Konturen zeichnen, ausmalen. Überlegen: Vielleicht passt noch ein Garten dazu. Diese Idee für gut befinden und den Garten einfügen.

Bei beiden Herangehensweisen ist am Ende ein fertiges Bild vorhanden. Im ersten Fall ist ein Haus entstanden, im zweiten Fall wurde es erschaffen. Salopp gesagt: Kunst ist hingeschissenes, was nicht mehr angefasst wird und Kreativität greift noch mehrere Male zu.

 

Es heißt:

Ich mache Kunst!

Ich bin kreativ!

nicht:

Ich mache kreativ!

Ich bin Kunst!

 

Wobei viele sagen: Ich bin Kunst bzw. mein Körper ist ein Kunstwerk. Richtig, jeder Mensch ist ein Kunstwerk, er ist entstanden. Aber, wenn eine Veränderung daran vorgenommen wird (gestaltet) in Form von Tätowierungen, Schmuck, operativ oder was auch immer, ist es am Ende ein kreatives Werk, welches die Kunst als Leinwand hatte.

Einen Bodybuilder-Körper könnte man vielleicht als Kunstwerk bezeichnen. Auch wenn das Aussehen versucht wurde durch Kreativität hinzuzüchten, kann man im Endeffekt nicht genau sagen, was wirklich dabei herauskommt.

Das Können liegt im Wollen verborgen und wenn man etwas will und dieses dann auch macht, kann man es, sonst wäre ein machen nicht möglich.

 

Kunst, die Partei ohne Partei.

Kunst über alles, über alles in der Welt.

Das Werk ist vergänglich, die Kunst nicht.

 

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Gedanken über Kreativität

Im Duden tauchte „kreativ“ das erste Mal 1973 auf und besitzt viele Synonyme. Darunter findet man zum Beispiel: einfallsreich, erfinderisch, erfindungsreich, fantasiereich, fantasievoll, findig, geistreich, genial, gestalterisch, ideenreich, originell, produktiv, schöpferisch sowie konstruktiv und innovativ.

All das ist in dem kleinen Wort zu finden. Wer also kreativ ist, hat so gesehen gestalterische Ideen, die in einem schöpferischen Akt verwirklicht werden. Er ist ein „kreativer Mensch“, also ein Künstler …?

Nein, das ist er nicht zwangsläufig! Denn Kreativität ist nur die schöpferische Kraft, die als Vorstufe zur Kunst (siehe Kunstartikel) gesehen werden kann. Oder anders gesagt, der Vorbote, der Ideen- und Richtungsgeber für die daraus entstehende Kunst.
Kreativität ist der Zeitpunkt in der Kunst, an dem ihr Einhalt geboten wird und es zu einem Denkprozess, einer Überlegung kommt. Es ist also die Stelle, an der die Kunst pausiert, da der Kunstakt einen reinen instinktiven Schaffensprozess darstellt, was das Gegenteil von Kreativität – nämlich instinktlos, also kopfgesteuert – ist.

Daraus resultiert, dass Kunst und Kreativität nicht zusammenpassen. Entweder das eine oder das andere ist möglich, aber dennoch ergänzen sie sich. Als „Künstler“ muss man sich dann entscheiden, wieviel Kreativität man in seine Kunst hineinlässt (je mehr Kreativität umso weniger Kunst im Endergebnis). Wobei die Kunst auch gänzlich ohne den kreativen Akt auskommt, indem man einfach anfängt und es fließen lässt.

Kreativität ist unter dieser Betrachtungsweise nur die Fähigkeit, etwas mit Bedacht zu erschaffen. Etwas, was neu oder originell zu sein scheint und dabei vielleicht noch nützlich beziehungsweise brauchbar ist. Hierfür sind ein gewisser Grad an Begabung, Wissen, Können, Motivation, persönliche Eigenschaften/Eigenarten und die Umgebungsbedingungen von Bedeutung. Zudem wird Kreativität bei der Lösung eines Problems oder der Erfüllung einer bevorstehenden Aufgabe angewandt.

Hier ein Beispiel für den Kreativ-Kunst-Akt anhand eines Schreibprozesses:
– Ideensammlung und diese in die richtige Reihenfolge bringen = Kreativer Akt
– Diese Vorlagen nehmen und losschreiben es laufen lassen = Kunst
– Textüberarbeiten = Kreativ tätig sein
(Zerstörung der Kunst, was die Erschaffung eines kreativen Werkes hervorbringt)

Kurz: Kreativität muss verschwinden, wenn die Kunst beginnen soll. Kunst darf nicht/kann nicht überarbeitet werden. Kreativität kann der Kunst nur dienen, ist selber aber keine Kunst. FERTIG!

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Gedanken über Kultur

In der Land- und Forstwirtschaft (Eingriff des Menschen in die wachsende Natur) wird der Boden kultiviert (urbar/anbaufähig gemacht), also vorbereitet für die entsprechenden Keimlinge oder die Saat, die später gesetzt bzw. gesät werden sollen, was in Mono- bzw. in Mischkulturen geschieht (Mono = nur eine Sorte, Misch = verschiedene Sorten, die nebeneinander gedeihen und sich ergänzen und gegenseitig unterstützen). Nach dem Kultivieren kommt die eigentliche Kultur zustande, die Ausbildung/die Entwicklung der einzelnen Pflanzen, die aufgezogen werden.

Unter dieser Betrachtungsweise ist alles, was der Mensch durch sein Schaffen hervorbringt, als Kultur zu bezeichnen. Allerdings sind das am Ende nur die Dinge, die er für sich als gut und sinnvoll eingestuft hat – alles andere fällt weg. Von kultureller Bedeutung sind für ihn die verschiedensten Ausdrucksformen (Malerei, Schauspiel, Musik, Mode usw.) sowie Ausbildung (geistig, körperlich) durch Schule und Beruf. Auch die Zubereitung der Nahrung und die Nahrung an sich, steht in Verbindung mit der Kultur. So gesehen stellt Kultur die Gesamtheit der geistigen und gestaltenden Leistungen von Menschen dar, woraus die Art, wie die verschiedensten Gemeinschaften miteinander leben, resultiert. Damit diese Lebensart Gewichtigkeit bekommt, stellt der Mensch dafür gerne Regelwerke auf, welche zumeist aus angehäuften Gewohnheiten entstehen, die dann zu Gesetzen werden.

Dieses tun immer „Die Entscheider/Bewerter“ diese können zum einen selbst ernannt sein oder von der Gemeinschaft gewählt werden. In dieser Form soll Kultur dazu dienen, eine Gruppe zu leiten, ihr und dem einzelnen ein „besseres“ Leben verschaffen. Aber vielleicht geschieht dies alles auch nur, um die „Entscheider“ die nun zu „Führenden“ geworden sind, eine Möglichkeit zu geben, alles und jeden zu kontrollieren. Mit diesen „Kulturgesetzen“ wachsen die folgenden Generationen heran. Es wird übernommen, was die Vorgänger vorgelebt haben. Das Regelwerk wird erweitert und so vermeintlich verbessert, alles soll berücksichtigt werden und es soll den Anschein erwecken, dass keiner dabei zu kurz kommt.

Kultur stärkt ohne Zweifel das Zugehörigkeitsgefühl – dazuzugehören, ein Bedürfnis, welches viele Menschen zum Leben benötigen. Kritisch wird es allerdings dann, wenn diese Leute alles bedingungslos mitmachen, nachahmen/imitieren, Rituale vollziehen, ohne diese zu hinterfragen, also die geschriebenen und zumeist auch ungeschriebenen Gemeinschaftsgesetze stur befolgen (Das war schon immer so … Das haben wir schon immer so gemacht … Das ist eben unsere Kultur). Dabei werden die verschiedenen Kulturen gerne noch eingestuft in gute, schlechte und primitive (alles natürlich aus Sicht der anderen, der Gegenkulturen).

So kann auch Religion oder anders gesagt eine Weltanschauung zur Kultur werden, je nachdem wie stark diese Weltanschauung das Leben des einzelnen oder einer Gruppe bestimmt und zum Lebensgesetz gemacht wird. Für viele ist es mit der Kultur/Weltanschauung so ernst, dass sie sogar Krieg gegen diejenigen führen, die nicht ihrer Kultur entsprechen. Dazu bedarf es oft nicht einmal einer Provokation des Gegenübers, es reicht, dass er da ist und eine andere Lebensweise bedient.

In der Kunst (siehe Kunstartikel) geht es nicht um schön oder unschön, denn das ist Geschmack, welcher die Wurzel von Kultur darstellt. Da wird dann gesagt: Der/Die ist kultiviert, spricht kultiviert hat Manieren (die auch wieder festgelegt wurden). Das ist ein Mensch ohne Kultur (kann nur jemand sagen, der vermeintlich meint, seine Lebensart sei die bessere). So betrachtet ist Kultur eine Geschmackseinigung von Menschen, die sich zusammengefunden haben. So eine Einigung trägt allerdings die Gefahr in sich, dass diese zu Einseitigkeit also zur Monotonie führt. Was an dieser Stelle ein Vergleich zum Ackerbau zulässt – Die Mono- und Mischkulturen. Überträgt man diese zurück auf die menschliche Kultur, so sollte es nur Mischkulturen geben, denn Mono/Monotonie steht für: eintönig und dadurch ermüdend, langweilig und reizlos. Durch ihre Einseitigkeit zerstört es sich selbst, da es keine Entwicklung gibt. Das Ausschließen von anderen bedeutet weniger resistent gegen Einwirkungen von außen zu sein. Wenn Kultur auf diese Weise zur Altlast wird und neues verhindern will, stellt sich die Frage, ob Kultur etwas Positives in sich trägt und überhaupt zum Leben benötigt wird. Hätte die Natur von sich aus Kultur und würde sie sich strickt danach richten, würde es nicht diese Artenvielfalt auf der Welt geben, die sich gegenseitig benötigt und in der einen oder anderen Form ergänzt.

Jedes Land (also die Menschen, die da leben), ja jeder Ort hat in irgendeiner Form zusätzlich zur Landeskultur seine eigene Kultur, die bis in die Familien hineingeht. Jede Familie besitzt ihre eigenen Rituale, Traditionen, Sitten, Gebräuche, ihren Kult (bewusst oder unbewusst). Jede Epoche des menschlichen Daseins hat ihre eigene Kultur. Einige richten großen Schaden an, andere leben für sich dahin. Kulturen kommen und gehen (wie beim Ackerbau: säen, ernten, säen …). Die eine wird länger am Leben erhalten, andere sterben nach kurzer Zeit aus. Dann gibt es noch untergegangene und versunkene Kulturen, die zumeist auf Mythen und Legenden sowie Mutmaßungen aufgebaut sind und wer weiß, was in 5.000 Jahren, wenn alle heutigen Kulturen und ihre Bauwerke untergegangen sind, zu den bunten Graffitis in den U-Bahnschächten gesagt wird, welche Kulturansätze da reininterpretiert werden. „Diese Anlagen (U-Bahnstationen (Voraussetzung ist, dass nur noch wenige da sind, um dem Ganzen eine große Bedeutung zu geben) waren Tempel, die täglich von tausenden von Menschen mit Hilfe von Schienenfahrzeugen aufgesucht wurden und jedes dieser Schriftzeichen steht für einen Gott.“

Kurz: Kultur ist Design (geschmackliches Lebensmuster), ein Katalog für Gutbefundenes, ein Zuchtprogramm für die Lebensart einer bestimmten Gruppe in einer bestimmten Epoche. FERTIG!

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Gedanken über Kunst

Kunst unterliegt einer ständigen Erneuerung der vielseitigsten Interpretationsmöglichkeiten und somit kommt das Wort auch bei den verschiedensten Gelegenheiten zum Einsatz. Kunststoff, Kunstharz, Kunstleder etc. also bei Produkten, die künstlich vom Menschen hergestellt werden und einen praktischen sowie nützlichen Zweck erfüllen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit kommt zustande, wenn man behauptet, dass jemand ein wahrer Künstler in seinem Fach ist (womit zumeist gemeint ist, dass derjenige ein hohes Wissen und Können in seiner Tätigkeit erlangt hat) in anderen Fällen wird es für Ästhetik genutzt (das Bild sieht aber schön aus, das ist eine schöne Kunst). Viele machen sich über die Auslegung von Kunst keine Gedanken, sie machen einfach Kunst mit ihrem Verständnis von Kunst und das ist vielleicht die beste Methode. Egal wie und wann das Wort „Kunst“ nun verwendet wird, im Folgenden wird es alleine um die künstlerischen Tätigkeiten des Menschen gehen (Anmerkung: Auch Tiere, die Vegetation – die Natur an sich – betreiben Kunst und nur Kunst, nichts anderes.) und diese sind in erster Linie das Ergebnis einer freien schöpferischen Gestaltung eines Werkes, einer Tat, die nach außen gerichtet ist bzw. ein Vorgang, der sich eigenständig und frei an einem abspielt.

Kunst ist nicht das fertige Werk und eine Funktion des Endergebnisses muss nicht zwingend gegeben sein. Kunst ist vielmehr der Weg dahin. Mit dem fertigen Werk ist die Kunst beendet und könnte eigentlich weg – Platz machen für etwas Neues.

Kunst ist unter dieser Betrachtungsweise der schöpferische Akt des Menschen z.B. mit Tönen (Musik), Sprache, Ausdruck durch körperliche Bewegungen (z.B. Tanz) oder verschiedenen Materialien wie Ton, Farben etc.. Wodurch der Kunstschaffende von Stimmungen, Gefühlen, persönlichen Methoden und dergleichen beeinflusst wird. Man kann keinem Künstler sagen, welche Formel er anwenden soll, wenn er inspiriert ist. Er verarbeitet das, was der Funke der Inspiration abgeworfen hat. Somit wird das getan, was für den Moment als absolute Notwendigkeit erachtet wird. Es gibt keine festen Regeln, die zu beachten sind z.B. Grammatik- und Rechtschreibregeln.

Kunst ist Zukunft = Zukunst alles wird zu-Kunst. Ist ein Werk vollendet (bedeutet, der Künstler hat eigentlich nur aufgehört daran zu arbeiten) ist es tot, es findet keine Evolution/Entwicklung mehr statt.

Kunst sollte immer nach vorne gehen, fortschreitend sein, sich ständig ändern und ist somit schutzlos der unendlichen Evolutionskette ausgesetzt – was gut ist.

Kunst ist nicht der Spiegel, der das Leben zeigt, sondern die Essenz (Wesenheit, Wesen, Hauptsache) des Lebens, also das Leben an sich, das sich ständig auf einer Expedition nach der Wahrheit im Unbekannten befindet.

Kunst kann nicht töten, fügt keinen Schaden zu, in ihr muss alles erlaubt sein, sie kann/muss extrem sein, verherrlicht aber nichts, sondern zeigt auf.

Kunst sollte rechtsfreier Raum sein. Politik, Religion, Kultur oder sonstige Ideologien haben da nichts zu suchen.

Kunst ist eine Spielwiese um sich auszutoben, damit die „reale Welt“ sauber bleibt. Mord und Totschlag sollten nur in der Parallelwelt Kunst entstehen und dürften niemals in die „reale Welt“ übergehen.

Kunst ist vom Wesen her ein Regel verletzender Akt, der Grenzen überschreitet, solange Tier und Mensch nicht zu Schaden kommen oder zu etwas gezwungen werden.

Kunst ist nicht erlernbar, kann nicht gelehrt werden, nur die eventuell benötigten Methoden.

Der Kunstbetreibende braucht nicht mal Wissen über irgendwas, da Kunst die Tat an sich ist. Also, das Machen/Probieren/Experimentieren, wobei der Instinkt den leitenden Faktor darstellt. Allerdings sind Wissen und Erfahrung nicht von Nachteil, wenn man weiß, wie welche Mal- oder Zeichentechnik aussieht bzw. wirkt, wie Materialien aufeinander reagieren. Doch dieses Wissen sollte nicht genommen werden, um es stur anzuwenden, immer wieder auf dieselbe Art. Nein, es muss genommen werden, um damit zu spielen, es zu prüfen. Wissen und Erfahrungen dienen nur dazu, die Spielmöglichkeiten zu erweitern.

Der Künstler dient der Kunst, nicht sich selber und schon gar nicht dient die Kunst dem Künstler. Dieser folgt in seinem Schaffen nur einem inneren Trieb, der durch seine Emotionen beeinflusst wird. Der Künstler erhält allein durch sein Tun die Befriedigung. Das sollte ausreichen, eine weitere Befriedigung durch zum Beispiel Anerkennung von anderen, Lobeshymnen, Bewunderung und letztendlich Bezahlung sind vielleicht angenehme Begleiterscheinungen, haben aber an sich keine Bedeutung – sind bedeutungslos und sollten niemals das Ziel sein.

Der Künstler dient der Kunst, indem er seine Ausdrucksform von Gedanken, Gefühlen, Emotionen – also sein Inneres – an die Kunst abgibt. So wird eigentlich jeder Mensch, der etwas erschafft, egal ob es geschrieben, gemalt, gemeißelt, geschmiedet, aufgesagt oder sonst wie hergestellt wurde, zum Künstler, der zu seinen Taten stehen muss, auch wenn diese nicht mit dem Bild der Allgemeinheit übereinstimmen. Dabei muss er hinnehmen, dass man ihn eventuell dafür bestraft. Je schöpferischer/phantasiereicher und verstörender/befremdender/verwirrender seine Kunst ist, umso härter und vernichtender die Strafe (Kunst = Stunk = Kunst).

Ein Kunstwerk und die Kunst an sich sollte/muss nicht erklärt werden. Ein Buch, Film, Bild, Skulptur, was auch immer, erklärt sich selbst. Jeder muss das sehen, was er erkennt und interpretiert (mitnimmt). Dieser Meinungsweg dient somit der Kommunikation zwischen den Individuen. Wobei die Kunst und ihre Werke nicht diskutierbar sind, sondern lediglich freie, individuelle Ansichten zum Vorschein kommen. So entstehen die verschiedensten Antworten und selbst der Künstler bekommt einen neuen Eindruck von seinem Schaffen, wenn andere da etwas sehen/finden, woran er selber nie gedacht hatte. Doch allzu oft wird Kunst von Meinungsmachern gemacht. So wäre für viele „Kunstkenner“ ein Engel auf einem Kinderkarussell eher Kitsch, aber der gleiche Engel in einer Kirche Kunst. Vieles was als „Kitsch“ bezeichnet wird, ist zumeist auch Kunst, solange dieser nicht vom Fließband kommt, denn da fehlt der menschliche Schaffensweg, denn dieser ist, wenn überhaupt, nur bei dem Prototyp gegeben.

Ein Bild ist fertiggestellt, der Schaffensweg des Künstlers ist beendet. Wird nun dieses Bild vervielfältigt, ist es dann kein Kunstwerk mehr? Denn der Weg ist zu Ende und beim Drucken gibt es keinen künstlerischen Schaffensweg im eigentlichen Sinne mehr.

Die Masse/Mehrheit darf niemals bestimmen, ob etwas Kunst ist oder nicht. Ist die Menge von einem bestimmten Künstler begeistert, stellt das für viele eine große Falle dar, denn wenn ein Künstler erst einmal in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, der kann tun und schaffen was er will, es wird von vielen bewundert und teuer gekauft. Das Ergebnis: Der Künstler lässt sich bewusst oder unbewusst in seiner Tätigkeit beeinflussen, wenn er nur noch die Sachen künstlert, die „der Markt“ verlangt. Somit wird er zum menschlichen Fließbandarbeiter.

Zu guter Letzt gibt es da noch den sogenannten Lebenskünstler, ein Mensch, der es versteht, aus allen Situationen im Leben das Beste zu machen, seinen Lebensweg gestalten, indem er in die Zukunft sieht und das tut was für den Augenblick notwendig ist um so lange wie möglich zu überleben.

Kurz: Kunst ist der Schaffensweg von etwas. Kunst hat immer Recht. Kunst entheiligt und enttempelt alles. Kunst darf nicht in die Hände von Meinungsterroristen gelangen. FERTIG!

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